Ich würde lügen würde ich erzählen, mein Geburtstag sei toll gewesen. Er war – bescheiden. Kaum Geschenke (Kekse von den Australiern und das einzig richtige Geschenk von meiner Lieblingsschwester – tausend Dank!!! Habe mich so sehr gefreut das glaubst du gar nicht!) und ein paar sms und Anrufe aus der Heimat (danke fürs an-mich-denken!). Ich habe gearbeitet bis Mittags und dann fünf Stunden im Bus verbracht mit schlafenden Mitreisenden und ohne Musik weil der Film ohrenbetäubend laut lief. Die Rikshaw Fahrer in Bangalore können das noch viel besser mit der Abzocke als die in Vellore und beim Essen im Hotel ist mir eine Kakerlake über die Schulter gelaufen. Habe mich nicht wirklich erschreckt und einfach weiter gegessen, so langsam scheine ich abgehärtet zu sein Dafür war das Zimmer spitze – ich habe geschlafen wie eine Prinzessin. Und dann habe ich mich gefeiert – von Morgens bis Abends – denn ich habe beschlossen das kann es nicht gewesen sein!
Und wie macht man eine Frau glücklich? Genau! Man setzt sie zusammen mit ein paar anderen Frauen in einer Großstadt aus und drückt ihr Geld in die Hand (das hab ich selbst übernommen… mir Geld in die Hand gedrückt also…). Habe viel
zu viel ausgegeben und mein Koffer wird aus allen Nähten platzen bei der Heimfahrt. War aber auch alles zu schön und zu günstig! Jeans, Jacke (ja ich weiß es ist warm hier! Aber ich konnte nicht nein sagen… beides von Levis und zusammen 55€!), Tops und Tücher, Schmuck und und und…
Bangalore ist eine unglaubliche Stadt. Habe noch nirgendwo in Indien die Gegensätze so krass gespürt wie dort. Die Haupteinkaufsstraßen westlich und sauber, alle sprechen gutes Englisch. Zwei Meter weiter wühlt eine Kuh in einem Müllhaufen und ein Inder folgt mir und will in gebrochenem Englisch eine Trommel verkaufen. Bunt gem
ischtes Volk in Minirock und High Heels neben Indern in Saris und verhüllten Muslimen.
Mittagspause haben wir bei Mäces verbracht (hach wie fühlte ich mich touristisch!) und uns dann abends mit den Jungs getroffen um mit Blick über Bangalore nobelst und teuer zu speisen. Mit Bier und… Bier. Und europäischem Essen.
Und dann haben wir es tatsächlich getan – wir sind aus gewesen. In einem Club irgendwo nahe der MG Road unter dem Dach haben wir Tequila getrunken und zu Housemusik (man nimmt was man kriegt) und RNB getanzt. Wäre nicht ab und zu der Strom ausgefallen hätte ich vergessen, dass ich in Indien bin! Bis 23.30 – der DJ sagte etwas von „This was our Saturday night! Thanks for being with us!“ und das Licht ging an und die Party war vorbei. Zapfenstreich.
War trotzdem ein sehr toller Geburtstag und wir haben uns mit den Schwedinnen verabredet, Sylvester in Bangalore zu verbringen. Da muss ich wieder hin!
Die Rückfahrt habe ich damit verbracht, Eindrücke zu sammeln. Alles was meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, habe ich probiert zu fotografieren – probiert, denn meine Kamera kam nicht mit meinen Augen mit und wir fuhren zu schnell vorbei an den tausend Kleinigkeiten. Sind trotzdem ein paar Fotos bei rumgekommen und ihr könnt sie euch in meinem Fotoalbum ansehen.
Jetzt geht’s wieder weiter bei ENT I. Chudidhar raus und los!
Mehr Fotos im Album (photobucket)!

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