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Mittwoch, 5. September 2007

Dienstag 2007-09-04

Alles braucht seine Zeit! Gestern habe ich zufaellig bei Sridha ins Internet gekonnt heute haben wir ueberraschend frei...

Sridhas Sohn (Rohan (nicht von HDR, Sri fand den Klang einfach schön), gerade fünf geworden, spricht super englisch!) hat mir ganz stolz das ganze Haus gezeigt („look, this is a light. If I put it on, it burns!“ „You see, this is my toilet!“). Als er fand ich sei genug beeindruckt hat er meine Hand auch wieder losgelassen und Anieke mitgeschleppt.

Was man hier so alles lernt… zum Beispiel: Geschenke kosten Geld. „It’s a gift! You smile, me smile, everything alright!“. Steffi musste dann 30 Rupien für die Gipselefanten hergeben. Ist nicht viel aber wie war das mit dem cheaten…

Nein im Ernst, ich lerne hier unglaublich viel. Die Geschichte Indiens ist faszinierend, vor allem wenn Sradhi oder ein anderer Inder davon erzählt. Der Akzent ist für mich immer angenehmer und ich finde es unglaublich süß, wie die Inder mit dem Kopf schütteln. Wie ein Wackel-Dackel. Am Liebsten würde ich davon mal ein Video machen =). Vielleicht frage ich Sridha mo
rgen =D!

Das mit dem Kopfschütteln ist so eine Sache. Wenn ich an einen Stand gehe und eine Pepsi haben will, schüttelt dieser unhöfliche Verkäufer doch einfach den Kopf! Ich will schon sagen: „Häh? Da steht doch welche, ich seh das doch!“, da fällt mir ein, dass Kopfschütteln „Ja“ bedeutet.

Heute waren wir in einem Dalit Village (Dalit ist die niedrigste Kaste) und in einem Tribal Village. Die Menschen dort leben sehr einfach, in kleinen Hütten (aber mit Fernseher!) und haben einen sehr starken Zusammenhalt. Sheeva und seine Organisation bieten für diese Menschen Hilfe zur Selbsthilfe und medizinische Versorgung. Im ersten Dorf fühlte ich mich ein wenig wie im Zoo. Es war mir total unangenehm, durch das Dorf zu gehen und um mich herum haben alle Fotos geschossen. Ich habe Caro die Kamera in die Hand gedrückt… Später im Bus habe ich mit Sridha darüber gesprochen und er meinte, dass die Dorfbewohner das schon schön fanden aber jetzt mit Sicherheit denken „und was hatten wir jetzt davon…?“. Er hat uns geraten, etwas mitzubringen in solche Dörfer – Obst oder Süßigkeiten oder kleine Spielzeuge. Aber ich werde ohne einheimische Begleitung sicher eh nicht mehr in ein solches Dorf gehen…

Das Tribal Village war schon etwas moderner eingerichtet. Letztes Jahr hat es von einigen Entwicklungshelfern aus NL fünf Kühe geschenkt bekommen, die auch mittlerweile 3 Kälber haben. Wir haben Kokosmilch bekommen und haben am Ende bestickte Tücher gekauft – damit sie auch was davon hatten, dass wir da waren und sie begafft haben *g*.

Das Elend in diesen Dörfern ist nicht so groß, wie ich mir immer vorgestellt habe. Die Slums in den Städten sind tausend Mal schlimmer. Es hat alles Vor- und Nachteile…

Waren heute Abend noch für zehn Euro zwei Chudidhas (sprich tschuridas mit gerolltem r) kaufen (einen Lila und einen Sonnengelb! Wunderschön! Meine Farbe =)!) und ich bin das erste Mal mit einer Rikshaw gefahren. War nicht so abenteuerlich, habe mich glaube ich einfach schon daran gewöhnt. Aber ich werde euch mal ein Video zeigen wenn ich eine Fahrt gefilmt habe.

Vanakkam

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