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Dienstag, 2. Oktober 2007

letzte Woche bei ENT I

Die letzte Woche bei ENT I ist vorbei. Ich bin ein bisschen traurig, denn die Menschen dort sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Vor allen Dingen Shipra werde ich vermissen. Aber wir treffen uns – soweit das Indien zulässt – in Puna wieder zur VoiceCon im November.

Diese Woche fangen wir bei PMR und Rehab an, wo uns Bindhu begleiten wird. Leider konnten wir heute nicht nach Vellore fahren denn hier ist ein Streik. Wir wissen nicht genau, was los ist… irgend eine Partei scheint eine Brücke nach Sri Lanka bauen zu wollen und der Rest ist dagegen – aber so genau weiß das keiner denn es ist wie mit allem… man fragt vier Personen und bekommt vier verschiedene Antworten. In einem sind sich jedoch alle sicher: zu Hause bleiben ist besser. Denn obwohl einige Rikshaws fahren ist mit Gewalt zu rechnen und wir sollen uns lieber vor fliegenden Steinen verstecken. Alle sind also zu Hause geblieben heute und das Hostel ist voll mit gelangweilten Ausländern denn der Pool hat natürlich montags geschlossen. Aufgrund des Streiks auch unser Computerlab…

Sonst geht es mir weiterhin sehr gut. Ich gewöhne mich immer mehr an das Klima und bin heute bei ca. 35 °C in Jeans unterwegs gewesen (nur auf dem Campus – der wird bewacht) ohne mehr zu schwitzen als sonst. Ich bin sehr gespannt, was die neue Arbeit mit sich bringt und fühle mich gut aufgehoben im fernen Land.

Leider funktioniert mein Handy wieder nur einseitig, denn jetzt hat auch der letzte Shop mir gesagt, er kann es nicht mehr für mich aufladen, da ich Chennai Hutch (dabei ist Hutch jetzt Vodafone…) ist. Versteh einer die Inder!

Caro und ich haben am Freitag mehr zufällig als absichtlich den Markt von Vellore gefunden. Wir waren schon irgendwie auf der Suche danach aber wollten grade nach Hause gehen, da leuchtete zwischen zwei Häusern ein Stand mit Orangen auf und da ich gerne welche wollte, haben wir uns durch den engen Gang gequetscht und sind erst mal mit offenen Mündern stehen geblieben. Der Markt ist unglaublich! Zwischen Häusern quetschen sich dicht an dicht kleine Stände mit Gemüse, Obst und Haushaltsutensilien halb beschattet von Palmendächern. Dazwischen ein paar Kühe und Hunde natürlich. Gewürze auf riesigen Haufen! Zwiebeln Zentnerweise auf der Straße! Tomaten für 7rs da Kilo! Schmuck und Bekleidung dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wie das riecht und leuchtet in tausend Farben! Ich habe mein Dauergrinsen jedenfalls für den restlichen Tag nicht mehr aus dem Gesicht bekommen (wobei es kurz verschwand als ich mit meinen Flip Flops im Kuhfladen gelandet bin). Faszinierender Ort. Das nächste Mal wenn ich dort bin schieße ich ein paar Fotos und zeige es euch, damit ihr wenigstens ansatzweise versteht, wovon ich hier rede.

Nächstes Wochenende werden wir in Kerala auf einem Hausboot verbringen und durch die Backwater schippern. Wir haben beschlossen, das jetzt schon zu machen, da es zu teuer wäre nur für uns beide. Auf unserer Rundfahrt werden wir dann das Hausboot auslassen und uns Kerala von Land aus ansehen. Wir fahren also mit dem Bangaloretrupp mit dem Nachtzug nach Cochin und haben dann dort unseren eigenen Koch, einen Kapitän und einen Fahrer. Ich bin sehr gespannt – auch auf die Rückfahrt, denn die Jungs haben 3. Klasse A/C gebucht und ich glaube das könnte eng werden…

Langsam werden die Tage ruhiger und ich schaffe es, ab und zu mal durchzuatmen. Vieles wird routinierter und ich bin sehr dankbar darum. Mein Mund hat schon einen Krampf vom offen-stehen-bleiben *g*!

Ganz lieber Gruß an die Heimat. Vermisse euch. Könnt ihr nicht alle einfach mal hierher kommen um mich zu besuchen? Denn nach Hause kommen will ich noch nicht ;-)!

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