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Dienstag, 11. September 2007

Christian Medical College Vellore

Das Krankenhaus ist genauso chaotisch und bunt und facettenreich wie ganz Indien. Überall warten Menschen – stehend, sitzend, liegend, schlafend, weinend, lachend, still und laut (mehr laut als still… *g*). Uns den ersten Tag zurechtzufinden war nicht gerade einfach aber wir haben es tatsächlich geschafft. Heute fühle ich mich schon fast zu Hause in dem Wirrwar aus Gängen, Menschen und Geräten.

Der erste Tag verbrachten wir in der Audiometrie und er war sehr konfus, wir wussten nicht so recht wohin mit uns. Am Abend haben wir ernsthaft überlegt, was wir dort eigentlich wollen und wie wir ein vernünftiges Praktikum absolvieren sollen in diesem Wust. Wir haben uns abgesprochen und die Entscheidung getroffen, dem Ganzen noch bis Mittwoch Zeit zu geben bevor wir handeln (wir haben noch mehrere Abteilungen zur Auswahl, in denen wir arbeiten können).

Heute sieht alles schon viel besser aus. Wir waren erst in der Audiometrie und dann in der Stimmklinik und durften schon einiges ausprobieren. Alle sind sehr nett (einige zu nett – sie stehen zum Beispiel für uns auf und überlassen uns ihre Stühle) und beantworten uns so viele Fragen wie möglich. Trotzdem ist das Chaos noch nicht zur Hälfte durchschaut und welche Möglichkeiten sich uns genau bieten werden wir in den nächsten Tagen herausfinden. Habe bisher einen einzigen englischsprachigen Patienten gesehen. Um etwas selbst TUN zu dürfen müssen wir mit Sicherheit immer wieder daran erinnern und Fragen, Fragen, Fragen. Es heißt nämlich immer „No problem“ aber ein wann, wie und wo gibt es nicht… Wir machen das schon, heute hat es ja auch geklappt (Audiometrie – nicht schwierig und vollkommen „sprachlos“ *g*). Ich habe die Hoffnung, dass sie uns auch mal von sich aus dran lassen, wenn sie sehen, dass wir es gut machen. Die acht Stunden haben mich sehr müde gemacht aber ich freue mich jetzt schon wieder auf morgen.

Sonst ist weiterhin alles in Ordnung. Ich bin guter Dinge und froh, dass ich langsam ans Arbeiten komme. Wir haben auch schon nach Literatur für unsere Bachelor’s Thesis gesucht und gefunden. Ich bin also voll ausgelastet.

Wir gehen jetzt mit zwei schwedischen Krankenschwestern aus unserem Hostel essen – hoffe ich erwische was leckeres =)!

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