Gästebuch

Damit ein Eintrag öffentlich angezeigt wird, muss ich ihn erst
bestätigen. Also nicht wundern, wenn er nicht direkt
auftaucht!
^klick^

Montag, 10. September 2007

Cool in the Pool (um meinen Papi zu zitieren *g*)

Ein wunderschöner Pool (wir haben uns natürlich verbrannt… – aber ich bin voller Sommersprossen!), eine wunderschöne Bleibe (Frühstück inklusive, die Kantine scheint ganz ok zu sein) und lauter Mitbewohner aus aller Herren Länder. Toll hier! Habe ein bisschen Sorge, dass ich ganz vergesse, wo ich eigentlich bin, denn es ist alles sehr westlich um mich herum. Darum fahren wir fleißig Rikshaw und unterhalten uns mit den vielen Indern die uns interessiert fragen, wo wir herkommen und was wir machen *g*! Außerdem wird das Krankenhaus mir sicherlich täglich beweisen, dass ich in Indien bin…


Fotos zum gruen-vor-Neid-werden! Was ein schoener Tag. Wer braucht bei dem Pool Mammalapuram...?


Sonntag, 9. September 2007

Vellore

Wir sind angekommen! Die Fahrt war viel kürzer als gedacht und das International Hostel auf dem Campus in Bagayam in dem wir jetzt die folgenden acht Wochen residieren ist GIGANTISCH! Es ist sauber, es ist kühl (auch ohne Airco) und es wohnen nicht-Inder mit uns in dem Gebäude. Wir haben einen Kühlschrank, den wir benutzen dürfen, eine Mikrowelle und wir haben eine Waschmaschine!! Luxus! Keine Schaben! Nur ein paar Geckos und kleine Spinnen. Toll!
Bild von meinem Schreibtisch nur für Volker damit er sieht, was für ein Kitschhuhn seine Freundin ist ;-)!

Vellore liegt direkt an einem kleinen Gebirge. Ich finde es total süß. Es ist viel sauberer und ganz anders als Chennai. Es gibt hier richtige Läden, nicht nur Stände an der Straße und das Gesamtbild der Straßen ist sauberer. Das Einzig fiese ist die Kanalisation, die teilweise überirdisch führt. Ich fühle mich hier auf jeden Fall jetzt schon wohler als in Chennai.

Wir sind dann auch heute ein bisschen durch die Stadt gelaufen um Mails zu checken und etwas einzukaufen und haben uns fast einen Sonnenstich geholt. Keine einzige Wolke am Himmel und glühende Hitze. Haben wirklich noch mal Glück gehabt glaube ich. Dabei hatte man uns vorgewarnt, dass Vellore eine der heißesten Städte in Südindien ist…

Gleich treffen wir uns mit Debbie, sie ist Britin und wohnt und arbeitet seit einigen Jahren hier und wir gehen zusammen essen. Morgen haben wir frei und ich hoffe, wir finden das Schwimmbad! Und natürlich ein Internetcafe *g*!

Wie es die nächsten Tage aussieht kann ich nicht sagen also wundert euch nicht, wenn ihr erst am Wochenende wieder etwas von mir hört. Am Montag um 9.30 geht es endlich los mit dem Praktikum. Aber man weiß nie, vielleicht schaffe ich es doch, euch ein paar Zeilen zu schicken – This is India!

Eure gut gelaunte Babs
Sonntag, 2007-09-09
Haben den halben Tag am Pool verbracht. Die Sonne scheint, der Pool ist total sauber und wunderschoen! Die Fotos um euch so richtig neidisch zu machen folgen noch!
Gruesse ins fieswettrige Deutschland!

Freitag, 7. September 2007

Donnerstag, 2007-09-06

Es ist schön zu wissen, dass ich Freunde habe die mehr oder weniger regelmäßig meinen Berichten folgen. Vielen Dank für die Anrufe, Emails und sms (special thanks to Richy auch von Caro!), es tut sehr gut, was aus Deutschland zu hören. Hoffe ihr werdet nicht müde, mich mit Neuigkeiten aus der Heimat zu füttern, bin ja gerade mal eine Woche hier!

Ich habe leider selten und wenn dann sehr schlechte Internetverbindung hier (ich schreibe die Einträge immer Abends und setze sie bei nächster Gelegenheit online wie der aufmerksame Leser sicher bemerkt hat). Wenn ich Zeit habe, suche ich euch mal eine Billigvorwahl nach hier raus – wenn einer von euch schon eine hat wäre ich über eine Nachricht dankbar, denn das Internet hier ist wirklich laaaaaaangsam!

Es ist nicht nur langsam… Heute im „Internetcafe“ (auf dem Foto zu sehen sind 3 der 4 computernieschen *g*) mit Gecko überm Kopf und Insekten überall – ich chatte grade lustig vor mich hin – *klick* geht der Strom aus. Alles dunkel und noch heißer. Das gesamte Viertel. Denn es regnet. Dann fällt der halt mal aus. Wir hatten keine Lust zu warten, bis er wieder da ist – kann 30 Minuten oder 3 Stunden dauern – und sind stattdessen Abendessen gegangen. Durch den Abendverkehr. Gefühltes ganz Chennai auf der Straße: huphup, stink, schrei, muh, blink, ras, renn, bell – und wir huschhusch nach drüben (so elegant wie das geht mit FlipFlops und Panik in den Augen)… Sorry an alle die ich ohne Antwort mitten im Gespräch hab sitzen lassen und im Voraus an alle bei denen mir das noch passieren wird.. ich kann nichts dafür (hach, tolles Gefühl ;-))!

Habe mir meinen Fuß gestoßen (ja ich weiß ich bin schusselig). Aua! Papa, mein Zeh ist blau! Los, mach heile! – Nein, Scherz beiseite. Ist zwar nicht lustig, tut super weh und Bewegen ist nicht (für eine Zehengängerin wie mich besonders schlimm) aber selbst wenn er gebrochen ist… der kleine Zeh ist mir egal ;-)! Also für euch zum Bemitleiden und Bewundern: blauer Zeh und Henna gemalt von Vijji! Vijji könnt ihr auf dem Foto mit dem CD Laden sehen!

Und als Nachtrag ich und die Minipython. Freunde sind wir nicht geworden. Das Krokodilbaby mochte ich lieber aber das Foto hab ich noch nicht…

Donnerstag, 6. September 2007

Mittwoch, 2007-09-05

Struktur und Organisation sind hier auf den ersten Blick einfach nicht zu erkennen. Das Straßenbild (nicht nur der Verkehr, auch der Straßenrand) ist so wild, bunt und scheinbar willkürlich zusammengewürfelt. Den Verkehr habe ich ja mittlerweile einigermaßen durchschaut (Hupen heißt: Achtung, fahr mich nicht um! Fußgänger sollten besser schnell sein! Letztendlich passiert niemandem etwas!) aber es war heute ein Riesenakt an eine SIM Karte und ein Mückennetz zu kommen.

Für die SIM Karte haben wir etwa zwei Stunden gebraucht. Wir haben Fotos machen lassen (die sind toll geworden – ich in gelber Chudidhar vor rotem Hintergrund) und unsere Ausweise kopiert und dann haben wir etwa dreißig Minuten am Straßenrand vor einer Theke gesessen und gewartet. Dafür konnten wir danach auch direkt telefonieren!

Nächste Hürde – in welchem Laden gibt es Moskitonetze? Hmmm… Gemüsestand? Schuhladen? Nein. Bekleidung…? Bestimmt nicht. Ramsch? Ja, bestimmt. Also rein – nichts da. Sehr freundlich hat man uns in Tamil einen anderen Laden empfohlen der ungefähr „Radjito… ach was weiß ich“ heißen sollte. Nicht gefunden. Dafür aber einen weitern Ramschladen in dem uns fünf nette Tamilen ins zweite Stockwerk entführt haben (sie sprachen kaum ein Wort englisch) und uns zwei Mückennetze (lila und orange) verkauft haben und uns dann heiraten wollten. Wir haben dankend abgelehnt und nach Nägeln gefragt. Nein, die gibt es dort nicht.

Letztendlich haben wir bekommen was wir brauchten und unseren freien Tag gut genutzt. Hat sehr gut getan, ein Mal nur zu Zweit unterwegs zu sein und ein bisschen mehr Zeit zu haben – morgen geht es weiter mit dem Programm.

Der Regen ist da! Mal sehen wie lang er diesmal bleibt. Es gewittert und schüttet wie aus Eimern. Das kühlt uns alle ein bisschen ab und ich sehe gute Chancen, diese Nacht durchzuschlafen. Geschützt vor Viehzeug und eingelullt vom Ventilator und den Geräuschen des Dschungels.

Na dann… gute Nacht!

Mittwoch, 5. September 2007

MOBIL!

Meine Handynummer:

+91 99 62 39 05 56

Freue mich ueber Anrufe und sms! Bin am Besten Abends zu erreichen, fuer euch so ab vier oder fuenf Uhr. Denkt an die 3,5 Stunden Zeitverschiebung! Um zwoelf macht die Babs heia!

Mit der Vorwahl 01017 kostet es ca. 4-5 ct die Minute!

Dienstag 2007-09-04

Alles braucht seine Zeit! Gestern habe ich zufaellig bei Sridha ins Internet gekonnt heute haben wir ueberraschend frei...

Sridhas Sohn (Rohan (nicht von HDR, Sri fand den Klang einfach schön), gerade fünf geworden, spricht super englisch!) hat mir ganz stolz das ganze Haus gezeigt („look, this is a light. If I put it on, it burns!“ „You see, this is my toilet!“). Als er fand ich sei genug beeindruckt hat er meine Hand auch wieder losgelassen und Anieke mitgeschleppt.

Was man hier so alles lernt… zum Beispiel: Geschenke kosten Geld. „It’s a gift! You smile, me smile, everything alright!“. Steffi musste dann 30 Rupien für die Gipselefanten hergeben. Ist nicht viel aber wie war das mit dem cheaten…

Nein im Ernst, ich lerne hier unglaublich viel. Die Geschichte Indiens ist faszinierend, vor allem wenn Sradhi oder ein anderer Inder davon erzählt. Der Akzent ist für mich immer angenehmer und ich finde es unglaublich süß, wie die Inder mit dem Kopf schütteln. Wie ein Wackel-Dackel. Am Liebsten würde ich davon mal ein Video machen =). Vielleicht frage ich Sridha mo
rgen =D!

Das mit dem Kopfschütteln ist so eine Sache. Wenn ich an einen Stand gehe und eine Pepsi haben will, schüttelt dieser unhöfliche Verkäufer doch einfach den Kopf! Ich will schon sagen: „Häh? Da steht doch welche, ich seh das doch!“, da fällt mir ein, dass Kopfschütteln „Ja“ bedeutet.

Heute waren wir in einem Dalit Village (Dalit ist die niedrigste Kaste) und in einem Tribal Village. Die Menschen dort leben sehr einfach, in kleinen Hütten (aber mit Fernseher!) und haben einen sehr starken Zusammenhalt. Sheeva und seine Organisation bieten für diese Menschen Hilfe zur Selbsthilfe und medizinische Versorgung. Im ersten Dorf fühlte ich mich ein wenig wie im Zoo. Es war mir total unangenehm, durch das Dorf zu gehen und um mich herum haben alle Fotos geschossen. Ich habe Caro die Kamera in die Hand gedrückt… Später im Bus habe ich mit Sridha darüber gesprochen und er meinte, dass die Dorfbewohner das schon schön fanden aber jetzt mit Sicherheit denken „und was hatten wir jetzt davon…?“. Er hat uns geraten, etwas mitzubringen in solche Dörfer – Obst oder Süßigkeiten oder kleine Spielzeuge. Aber ich werde ohne einheimische Begleitung sicher eh nicht mehr in ein solches Dorf gehen…

Das Tribal Village war schon etwas moderner eingerichtet. Letztes Jahr hat es von einigen Entwicklungshelfern aus NL fünf Kühe geschenkt bekommen, die auch mittlerweile 3 Kälber haben. Wir haben Kokosmilch bekommen und haben am Ende bestickte Tücher gekauft – damit sie auch was davon hatten, dass wir da waren und sie begafft haben *g*.

Das Elend in diesen Dörfern ist nicht so groß, wie ich mir immer vorgestellt habe. Die Slums in den Städten sind tausend Mal schlimmer. Es hat alles Vor- und Nachteile…

Waren heute Abend noch für zehn Euro zwei Chudidhas (sprich tschuridas mit gerolltem r) kaufen (einen Lila und einen Sonnengelb! Wunderschön! Meine Farbe =)!) und ich bin das erste Mal mit einer Rikshaw gefahren. War nicht so abenteuerlich, habe mich glaube ich einfach schon daran gewöhnt. Aber ich werde euch mal ein Video zeigen wenn ich eine Fahrt gefilmt habe.

Vanakkam

Dienstag, 4. September 2007

Introduction week at MCC (Madras Christian College)

Vanakkam (denn Namaste sagt man nur im Norden habe ich gelernt)

Konnte jetzt seit Freitag nicht mehr ins Internet – Geduld werde ich hier sicher noch viel haben müssen…

Ich sehe jeden Tag tausend neue Dinge. Kann Abends nicht einschlafen weil mir das alles im Kopf rumgeistert! Ist sehr aufregend, anstrengend und total schön…


Samstag, 2007-09-01

Wir sind umgezogen ins Guesthouse vom MCC (Madras Christian College) in Chennai. Dort findet die Introwoche statt. Außer uns sind noch 6 andere Studenten aus NL und D dabei und Fernanne und Jan (sie haben uns bei den Vorbereitungen für unsere Reise geholfen, ihnen gehört die Organisation M*Transfer) sind auch bei einigen Programmpunkten dabei.

Wir wurden auch das erste Mal mit der Indian Standart Time konfrontiert. Standen pünktlich um acht Uhr bei Jeeva auf der Matte und sind um kurz vor zehn losgefahren – 1,5 Stunden kamen wir zu spät und keinen hat es gestört. Das war super *g*.

Nach einem kurzen Frühstück haben wir von Jeeva und Sridha (ein Professor hier am MCC) einen ersten theoretischen Eindruck vermittelt bekommen über die Politik, die Kultur und die Menschen in Indien. Most important: Don’t hurry to judge!

Es hat mich beeindruckt wie klar die Probleme gesehen werden, die in Indien existieren und wie sehr sich besser gestellte Inder (welche, die eine Ausbildung genossen haben) bemühen, etwas an den Umständen zu verändern und ihr Land ein wenig besser zu machen.

Indien ist kunterbunt und facettenreich. So viel kann ich schon mal sagen.

Abenteuerlich ging der Tag weiter – wir sind mit einem Bus nach Chennai gefahren zum Geld wechseln, Shoppen und vor allem zum Gucken. Ich weiß manchmal gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll und vergesse sehr oft, Fotos zu machen. Hinterher schaue ich zurück und denke: Ja, das hätte ich gerne gezeigt… aber ein Foto würde eh niemals beschreiben, was ich sehe, rieche, höre und fühle. Aber es wäre ein Anfang.

Haben uns heute die erste indische Kleidung gekauft!

Wir mussten eine Straße überqueren um zum Laden unserer Wahl zu gelangen. Jawohl. Mitten in der Stadt. Eine Straße? Nicht so schlimm?!? Stellt euch vor ihr versucht, über die Autobahn zu kommen ohne überfahren zu werden. Genau so fühlte ich mich und fast hätte ich auf meine neue Kleidung verzichtet beim Anblick der dichten, hupenden, schreienden, stinkenden, drängelnden „Fahrzeuge“. Aber Sri hat uns sicher hinübergeleitet… wie auch immer er das geschafft hat.

Sound Horn!

Schließlich haben wir zu sechs Mädels im Laden gestanden und uns skeptisch beäugt aber letztendlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl und ich glaube die anderen auch. Werdet ihr sicherlich noch auf vielen Fotos zu sehen bekommen =)! Und als uns dann noch Jasminblüten in die Haare gesteckt wurden haben wir uns fast schon indisch gefühlt. Unser ganzes Zimmer riecht jetzt danach *g*.

Sonntag geht es dann auf nach Mammalapuram, eine Küstenstadt in der Nähe. Um Acht gibt es Frühstück und um neun geht es los. „European time?“, I asked tired… „No“, he laughed, „Indian time“!

Gut so!

Vanakkam

Sonntag, 2007-09-02

Heute war es so heiß! Also nicht, dass es die letzten Tage kühl gewesen sei und jeder Inder würde lachen aber mir stand den ganzen Tag der Schweiß auf der Stirn.

Die Introgruppe

Den ganzen Tag haben wir in Mamallapuram (Mahabalipuram) verbracht. Auf dem Weg dorthin haben wir an einer Krokodilsfarm gehalten und ich habe ein Babykrokodil (das ist ganz schön hart!) gehalten. Und ne indische mini-python. Außerdem haben wir zugesehen, wie eine Viper gemolken wurde (für das Antidot… you know?). Die Inder, die das vorgeführt haben, gehören einem ursprünglichen Tribe an die schon immer Schlangen gefangen und dressiert haben (Schlangenbeschwörer halt…) und die jetzt dazu ausgebildet werden, die Schlangen zu melken.

In Mamallapuram haben wir erst einmal einige der fünf Rathas (wenn ihr wissen wollt was das ist – Caro hat auf ihrem Blog Reiseführer gespielt) besichtigt. Meine neuen Flipflops (der Verkäufer hat mich übrigens übers Ohr gehauen mit dem Preis – aber wie heißt es so schön: „If they cheat me once shame on them! If they cheat me twice shame on me!“) sind wunderschön aber wie jeder neue Schuh fürchterlich unbequem! Das ganze Gelaufen hat meine Zehen ganz schön strap

aziert.

Abkühlung hatten wir dann im Pool eines Ferienresorts direkt am Strand. Außer uns sind nur Männer geschwommen aber das war mir ziemlich egal, es war einfach göttlich!

Leider habe ich auch heute keine Möglichkeit gehabt, ins Internet zu gehen. Ich vermisse die Meldungen aus der Heimat sehr! Aber wir haben ein strikt organisiertes Programm (erstaunlich organisiert!!) und keine Zeit für Privatsphäre und Zeit für sich selbst. Es gefällt mir jedoch sehr gut, ich fühle mich wie im Urlaub und werde von einheimischen durch ihr Land und ihre Kultur geführt. So langsam wird der Fragenberg auch kleiner denn Inder reden scheinbar viel und gerne über sich und ihr Land. An Indish English gewöhnt man sich *g*!

Morgen geht’s nach Kancheepuram (ein Stück ins Landesinne

re – was uns da wohl erwartet…?). Vielleicht finde ich ja morgen mal ein Telefon neben dem nicht zwanzig plappernde Inder stehen und die Autos hupen oder ein „Internetcafe“…

Vanakkam!

Die sonnenverbrannte Babs

Montag, 2007-09-03

Nach dem morgendlichen Unterricht haben wir uns auf den Weg gemacht, um eine Schule für mehrfach gehandicapte zu besuchen. Wir wurden dort von einer großen Gruppe von lauten, kleinen Indern mit einem unaufhörlichen „Anti, anti!“ begrüßt. Wir scheinen sehr zu faszinieren…

Potenter Loewe

Die Schule war erstaunlich modern eingerichtet für indische Verhältnisse. So sauber ist unser Zimmer zumindest nicht und der Computerraum war top ausgestattet. Über die Methodik haben wir leider nicht allzu viel erfahren. Leider hatte der nette Herr, der uns durch die Schule führte, die Angewohnheit, sich immer an Nico als einzigen Mann zu wenden (naja, er studiert facility management – also nicht unbedingt sein Thema diese Schule…)

und die Blicke von uns Mädels zu vermeiden. Darum habe ich nicht alles verstanden, denke jedoch, dass mich in Little Flower ähnliches erwarten wird.

Kancheepuram hat einige wunderschöne Tempel und ist die Seidenstadt schlechthin. Unser indischer Reisebegleiter und unser einziges männliches Gruppenmitglied mussten ihre Geduld wieder ein Mal mehr unter Beweis stellen, als wir Mädels vom Überfluss überfordert das ein oder andere Stück Seide ergattert haben. Habe mich gefühlt wie auf einer türkischen Verkaufstour – erst wurde uns gezeigt, wie die Sariseide hergestellt und gewebt wird und dann stürmten lauter Inderinnen mit Ware auf uns ein. Auf eine von uns kam mindestens eine Verkäuferin – ich glaube jeder hat etwas gekauft. Ich selbst habe ein dunkelrotes Tuch ergattert – Weinrot, so will ich auch noch eine Chudidhar haben. Oder vielleicht sogar einen Sari.

Wir haben kaum Zeit für uns. Sind von halb neun bis Abends zehn immer zusammen unterwegs oder sitzen im Klassenzimmer. Schlafe deshalb sehr spät und kurz. Bin gespannt, wann der Gruppenkoller kommt…

Sonst geht es mir aber super, ich fühle mich wohl und das Essen ist gar nicht mehr so scharf wie am Anfang – so kommt es mir zumindest vor. Nur schwitzen das tu ich irgendwie jeden Tag mehr =). Vielleicht wird es wirklich wärmer, ich kann es nicht sagen.

Hoffe euch geht’s allen gut und ihr seid ein bisschen neidisch in eurem Alltagstrott ;-)!

Vanakkam