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Sonntag, 13. Januar 2008

Reisebericht

Wie versprochen schicke ich euch neue Infos aus dem fernen Indien. Da es etwas schwer ist, alles zu erzählen, werde ich euch mit ein paar Situationen beglücken, die besonders in meinem Gedächtnis geblieben sind =)!

Delhi bis Goa (48 Stunden!)
Eine so lange Zugfahrt haben wir nicht erwartet. Wir hatten mit höchstens 36 aber eher mit 31 Stunden gerechnet. Und wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir so sehr frieren würden nachts. Das erste Mal Sleeper Class (keine Airco, 3t).
Lautes Klatschen ertönt im Zug. Der junge Mitreisende schaut sich um als würde er fliehen wollen. Dann grinst er und versteckt sich hinter Simon. Der Mann mir gegenüber lacht laut. Drei junge Transvestiten laufen durch die Gänge und verlangen Geld. Natürlich bietet Simon kein so gutes Versteck und auch der junge Inder muss ein paar Rupien abtreten. Uns weiße lassen sie in Ruhe.
Wir fahren in einen Tunnel ein. Es ertönt lautes Rufen, Johlen, Jubeln. Ich schrecke auf und sehe einen Pulk Inder an der (natürlich offenen) Türe stehen und sie rufen sich die Seele aus dem Leib. Alle im Abteil lachen. Ein anderer Waggon antwortet laut. Die Strecke hat viele Tunnel…
Simon wird das erste Mal als „Harry Potter“ betitelt… nicht das letzte Mal ;-).

Goa
Es sollte überall ein bisschen Meer geben!

Baga – Tito’s:
Bunt und voll und laut – so wie Indien nun einmal ist. Das ganze unter freiem Himmel. „My dream is to fly over the rainbow so high“!

Anjuna – Nine bar:
„Das ist eine Bar in der legt ein DJ auf. Die hat nur bis zehn Uhr auf.“, hat uns die nette Deutsche erklärt, die in unserem Hotel gewohnt hat. Mit dem Zweiten hatte sie recht. Um kurz nach zehn wurde die Musik aus gemacht. Aber eine Bar – nun ja, vielleicht sind wir in Deutschland einfach anderes gewöhnt. Gerammelt voll mit tanzwütigen war die Tanzfläche. Stühle oder Tische gab es nicht… Open Air feiern ist einfach unglaublich gut.

Anjuna Beach – Curlies:
Die Trancemusik in Goa ist wirklich eintöniger als eintönig. Alle die darauf tanzen haben irgendwelche Drogen genommen, von denen man auch regelmäßig welche angeboten bekommt. Da unsere einzige Droge Alkohol ist, ist die Musik zwar erträglich jedoch nicht lange tanzbar. Gegen vier Uhr morgens bin ich an Caros Schulter eingeschlafen. Wir haben auf dem Boden am Strand gesessen, die Wellen haben gerauscht, die Trancemusik im Hintergrund, eine riesen Menge feierwütiger um uns herum. Eine alte Inderin verkauft Tee. Ihr Lächeln ist es, das ich sehe, bevor ich einschlafe.
Ich wache auf, weil mich etwas am Bein kribbelt. Verschlafen schaue ich an mir runter und sehe im Halbschlaf einen riesigen weißen Krebs über mein Bein spazieren… ihr könnt euch bestimmt vorstellen, was ich gemacht habe. Laut schreiend bin ich aufgesprungen und habe den Krebs von mir geschleudert. Um mich herum haben alle noch neugieriger gestarrt als sonst. Und was macht die freundliche Chai-verkäuferin? Sie schnappt sich die Krabbe, bricht ihr die Beine, und steckt sie in einen ihrer Kanister. Ihr Lächeln kommt mir plötzlich sehr diabolisch vor… Guten Appetit!

Anjuna Beach – Curlies – Sylvester:
Die Musik ändert die gesamte Nacht weder Rhythmus noch „Melodie“. Uns ist das sehr egal. Um Mitternacht ist der ganze Strand hell erleuchtet vom Feuerwerk. Ich tanze barfuss 4,5 Stunden früher ins neue Jahr.

Wie vertreibt man sich den Neujahrsabend? Kino ist doch eine gute Idee. Gameplan. Bestimmt ein Thriller. Pustekuchen – Chickflick vom Feinsten. Ein Kinderfilm von Disney. Wir haben uns scheckig gelacht. „Thinnamon?!“

Hampi
I still got sand in my shoes.
Schweren Herzens haben wir das Paradies Goa verlassen – unglücklicherweise mit dem Nachtbus. Die 48 Stunden Zugfahrt Toppen ist nicht einfach aber diese 12 Stunden in dem Bus waren wirklich die fürchterlichste Art zu reisen. Schlafen war nicht – Simon und Marc erging es hinten im Bus noch schlechter als Caro und mir weiter vorne. Stoßdämpfer – wofür? Fenster schließen – quatsch! In dieser Nacht reifte der Entschluss in mir, dass ich definitiv eine Decke brauche für die nächste Nachtfahrt!
Hampi ist süß und netzlos. Steine, Tempel, Landschaft – ein anderes Indien.
Das erste Mal aktiver Teilnehmer im indischen Straßenverkehr. Wir haben uns zwei Scooter gemietet für vier Euro. SOUND HORN! Gut gehupt, Caro! Abenteuer. Alles noch dran =)!

Mysore
Gähnende Langeweile. In dieser Stadt gibt es noch nicht einmal ein Kino. Trotzdem haben wir irgendwie das Beste daraus gemacht – wie immer.
Wir waren in einem Nationalpark. Wir haben sogar Tiere gesehen. Einen Hahn, einen Pfau und ein paar Rehe. Da sieht man auf den Straßen mehr…

Back in Town!
Jetzt bin ich wieder „zu Hause“. Es wartet viel Arbeit hier. Aber ich habe ja genug Energie getankt… Noch knapp fünf Wochen bis ich wieder ins kalte Deutschland umziehe… brrrrr!

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